Herbert-Haag-Preis für Concilium
Heute erhält die Internationale Zeitschrift für Theologie Concilium den Herbert-Haag-Preis. Er wird dem Präsidenten des Herausgeberkreises Felix Wilfried übergeben.
Die Zeitschrift Concilium wurde während des II. Vatikanischen Konzils ins Leben gerufen und erschien Anfang 1965 zum ersten Mal (vgl. den Blogbeitrag vom 14.2.2015). Die Zeitschrift wollte gewissermassen eine «Fortbildungs-Zeitschrift» für die Praktiker (gemeint waren von der Konzilserfahrung her nicht zuletzt die Bischöfe) sein. Ob dieses Ziel erreicht wurde?
Inhaltlich verschrieb sich die Zeitschrift der Aufgabe, «immer wieder einen Bericht über neue Fragen und Antworten in allen theologischen Disziplinen überall auf der Erde durch eine internationale Mitarbeiterschaft [zu] geben, und zwar sachlich, gleichmässig, in sorgfältig überlegter Auswahl und Hervorhebung des für eine solche Leserschaft wirklich Wichtigen». Der auf dem Konzil erfahrene internationale Austausch mit gegenseitiger Bereicherung sollte auf diese Weise weitergehen. Ebenfalls in Verlängerung der Konzilserfahrung steht das Bewusstsein, dass Kirchenleitung und lehramtliche Verantwortung sowie das kirchliche Leben auf den locus theologicus der Theologie angewiesen sind. Deswegen will «die Zeitschrift […] Ausdruck der Verantwortung sein, die die katholische Theologie für das wirkliche Leben der Kirche trägt».
Mit dem Namen Concilium verpflichtete sich die Zeitschrift im Anliegen dem Konzil und unterstellte sich diesem auch in der Form des Arbeitens: «weil nur durch die immer aufs neue sich beratenden und zusammenarbeitenden Theologen […], als Dienst von Gläubigen an Gläubigen und an dem Weltepiskopat, die apostolische Arbeit, die das zweite Vatikanische Konzil begonnen hat, zum Wachstum gebracht werden kann». So wird der Titel verstanden als «ständige Mahnung an die Notwendigkeit eines nie aufhörenden Dialogs».
(emf; Zitate aus dem Vorwort von Karl Rahner und Edward Schillebeeckx zur ersten Nummer: Conc 1 [1965] 1-3)
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