County Donegal
Während der dreiwöchigen Westküstenreise (ohne Reisegruppe mit ihren berüchtigten Gewohnheiten…) hier nun drei vorproduzierte Konserven zu den jeweiligen Grafschaften (englisch counties), in denen sich der Schreibende jeweils aufhält.
Vorbemerkung: Die Insel Irland ist strukturell-geographisch eingeteilt in die vier Hauptteile Leinster (Osten), Ulster (Norden), Munster (Süden) und Connacht (Westen) und innerhalb dieser Teile in 32 counties. 26 der counties gehören zur heutigen Republik Irland, 6 zur immer noch vom Vereinigten Königreich annektierten sogenannten Region «Nordirland». Die Absurdität dieser Zweiteilung der Insel zeigt sich an nichts anderem besser als an der Tatsache, dass Ulster so entzweigerissen wird in die sechs Regionen, die zu «Nordirland» gehören, und in drei Regionen, die zur Republik gehören: Monaghan, Cavan und Donegal.
Der Schreibende hat sich bisher drei Mal in Donegal aufgehalten, zweimal vor dem Beitritt Irlands zur EU und einmal im Rahmen der bewussten Reise, einmal in einem klassischen Guesthouse im britischen Stil, einmal in der Pförtnerwohnung eines Anwesens, einmal nur auf quasi Durchfahrt zwischen Derry und Sligo. Nun steht ihm der Aufenthalt im O’Kelly-Cottage in Mountcharles bevor, dessen Besitzerin, Mrs Dairine Ni Cealliaigh, sich bis heute weigert, mit ihrem englischen Namen angeschrieben zu werden. Ihr Grossvater war eines der Opfer des Osteraufstands in Dublin 1916.
Ein raues Land mit sehr viel Regen und Drizzle, mit kühlen Wintern, mit den 601 hohen (in Europa höchsten Festland-) Klippen von Slieve League, mit einer recht konservativen Bevölkerung (hier wurde erst kürzlich noch gegen die Liberalisierung der Abtreibung gestimmt) und mit vielen Golfplätzen, etwa an der Nordküste (wegen der Stimmung «bloody foreland» genannt), wunderschön:
Oh Donegal the pride of all my heart
still turns to thee in me cottage home
where oft I did roam when I was young and free
Big houses ground on foreign
land they can’t compare t’all with me
cottage bright on a winter’s night
in the hills of Donegal Right well
I mind in the harvest time a doleful dreary day
when leaving all in Donegal I wandered far away
In creshla town my friends stood ’round
I bid farewell to all
and I waved my hand to my own dear land
and the hills of Donegal
When gazing back trough Botners Gap
but my own native hills again
I thought no shame for who could blame
’twas there I cried my fill
My parents kind ran in my mind
my friends and comrades
all but I heard a sigh
and I waved goodbye to the hills of Donegal
Oh gragh machree I longed to see
my own native hills again
on a foreign shore my heart is sore
with exile longing pain could I but see
those mountains free
‘twould compensate for all & I’d live
as my poor fathers lived in the hills of Donegal
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