Anforderungen von Teamarbeit – auch auf dem Konzil
Zum ersten Mal habe es eine Mitarbeit von Laien, Männern und Frauen, gegeben, so würdigt Mieczyslaw Habicht ein Novum der Sitzungswoche in Ariccia. Er selbst, ein gebürtiger Pole, der in der Schweiz lebt, ist einer dieser Laienauditoren, die nun in einer der Kommissionen für das Schema XIII mitarbeiten. Yves Congar notiert: «Das ist tatsächlich bemerkenswert» (Co 2,319).
Die zweite Sitzungswoche der Präsidenten aller Unterkommissionen findet in Rom statt. Am Ende resümiert Congar für sich: «Ich behalte von diesen 15 Tagen ein sehr gemischtes Gefühl zurück, und im Ganzen eine Unzufriedenheit. Zum Teil liegt das an der Tatsache, dass die zu leistende Arbeit, vor allem in der zweiten Woche, mittelmässig war. Ich habe gern etwas zu tun, ich mag es nicht, wenn ich vor allem Zuschauer bin. Jedoch erkenne ich an, dass man, wenn man an der Arbeit eines Ganzen partizipiert und mit anderen eine Equipe bildet, durch solche langen Sitzungen hindurchmuss, wo man der Arbeit anderer beiwohnt. Das ist die Bedingung, um eine Idee vom Ganzen zu haben» (Co 2,327).
Die Unzufriedenheit bezieht sich aber auf den Ertrag. Man habe den Vorgängertext zu sehr verlassen und versucht, nochmals von vorn anzufangen. Auch seien die Kapitel zu sehr jeweils in sich konzipiert und nicht als Teil des Ganzen. Immer wieder beklagt Congar das schlechte Latein. Etwa für den Vorspann sei das Latein nur verständlich, wenn man den französischen Text danebenhalte (vgl. Co 2,326). So bleibe noch eine enorme Arbeit zu leisten.
(emf)
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