Für eine Kirche mit den Frauen
Nachdem Papst Johannes XXIII. die Stellung der Frau als Zeichen der Zeit erkannt hatte, ging das II. Vatikanische Konzil auf das Streben von Frauen auf «rechtliche und faktische Gleichstellung mit den Männern» (GS 9) ein und schloss sich entsprechenden Postulaten an. «Die Frauen sind zwar schon in fast allen Lebensbereichen tätig, infolgedessen sollen sie aber auch in der Lage sein, die ihrer Eigenart angemessene Rolle voll zu übernehmen. Sache aller ist es, die je eigene und notwendige Teilnahme der Frau am kulturellen Leben anzuerkennen und zu fördern » (GS 60). Innerkirchlich wurde postuliert, dass Frauen «auch an den verschiedenen Bereichen des Apostolates der Kirche wachsenden Anteil nehmen» (AA 9).
50 Jahre später beklagte Papst Franziskus im Oktober 2013: «Ich sage euch ehrlich: Ich leide, wenn ich sehe, wie in der Kirche oder in einigen kirchlichen Einrichtungen die Rolle des Dienstes der Frau in eine Rolle der Dienerschaft abgleitet. Wir alle haben – und wir müssen es haben – eine Rolle des Dienstes in der Kirche. Dienst. Aber wenn ich Frauen sehe, die Arbeiten der Dienerschaft und nicht des Dienstes verrichten… Es ist so, dass man nicht recht versteht, was eine Frau tun soll. Welche Präsenz hat die Frau in der Kirche? Kann sie noch stärker gewürdigt werden?»
Dieses Anliegen nimmt das Schweizer Projekt «Für eine Kirche mit den Frauen» auf. Für das Miteinander von Männern und Frauen auf allen Ebenen, für eine geschwisterliche und dialogische Kirche nimmt eine Pilgergruppe auf dem Weg nach Rom 1’000 Kilometer unter die Füsse. Das Projekt wird auf der Internetseite www.kirche-mit.ch vorgestellt und ab Mai 2015 mit Impulsen vorbereitet.
(Auch auf Facebook: https://www.facebook.com/KirchemitdenFrauen )
(emf; vgl. die Ansprache von Papst Franziskus)
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