Konzilsblogteam

Goldene Hochzeit nach dem Versprechen von Gaudium et spes

Besonders dringlich ist in der Zeit vor der letzten Konzilssession die Redaktion des Schemas XIII, der späteren Pastoralkonstitution Gaudium et spes. In den kommenden Tagen wird aus einer entsprechenden Sitzung von 1965 zu berichten sein. Bereits vor zwei Jahren äusserte sich Tomáš Halík zur Pastoralkonstitution und der mit ihr verbundenen Verpflichtung:
«Mir ist der erste Satz von Gaudium et spes besonders wichtig, der der Kern des Konzils ist: die Solidarität mit den Menschen. Dieser Satz ist wie ein Ehegelöbnis, mit dem die Kirche sich an die Menschen von heute gebunden und ihm Liebe, Ehrerweisung und Treue versprochen hat. Wir müssen uns allerdings ehrlich fragen, inwieweit die Kirche selbst diesem Versprechen treu geblieben ist. Können wir mit gutem Gewissen heute Goldene Hochzeit feiern? Daneben gibt es natürlich eine ganze Reihe von Herausforderungen, die noch offen sind».
(emf; Zitat aus: Tomáš Halík: «Mit den Suchenden auf die Suche gehen». Ein Gespräch mit dem tschechischen Theologen Tomáš Halík über Glauben heute. In: HerKorr 67 [2013] 69-73, 73)

30. Januar 2015 | 00:28
von Konzilsblogteam
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