Heinz Angehrn

Der springende Punkt

Wieder mal was zum Rätseln. Die Auflösung folgt dann am 21.
Wir diskutierten hier schon so viel und so häufig über die Grundwerte des Westens:

  • etwa in dem im Moment hoch im Kurs stehenden Diskurs, wie weit die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die internen Abläufe eines demokratischen Rechtsstaates nicht nur für den Westen, sondern für die ganze Menschheit Gültigkeit haben sollten, um ihr Überleben zu sichern und Nachhaltigkeit zu schaffen
  • etwa in der hochaktuellen Frage, wie weit im Dialog der Religionen die Idee eines Gottesstaates, der die individuellen Rechte der Individuen einschränken darf, abwegig ist und eine rückwärtsgewandte Ideologie darstellt
  • etwa in der für manche schmerzlichen Feststellung, dass auch die katholische Kirche sich in diese westlichen Werte und Vorstellungen einbinden lassen muss oder zur katholikalen Sekte verkommt, die als staatsgefährdend eingestuft werden müsste

Darum wäre es doch interessant, zu rätseln, woher folgendes Zitat stammt:

«Die ganze Vorstellungswelt der Grundrechte, der Entgegensetzung von Individuum und Staat, der Idee eines ursprünglichen und unverletzlichen Freiheitsbereiches der Einzelperson … widerspricht [unserer] Auffassung grundsätzlich.»

Erkannt?

 

14. März 2018 | 06:00
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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2 Gedanken zu „Der springende Punkt

  • Karl Stadler sagt:

    Das ist gar nicht einfach zu sagen, wem man dieses Zitat in den Mund legen darf. Denn es könnte aus verschiedensten Denktraditionen stammen. Auf jeden Fall würde dieses Zitat dem Geist der Bundesverfassung entgegenstehen (Art. 7ff. und besonders auch Art. 36 Abs. 1; dem Geist der EMRK, insbesondere Art. 5; aber auch einem Regelwerk, dem halbwegs universeller Charakter, keineswegs bloss nationaler oder europäischer zukommt, nämlich der UNO-Resolution 217 A (III), nämlich der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, und dort insbesondere Art. 1, wenn man sich Ihr Zitat vor Augen hält, welches die Ursprünglichkeit menschlicher Freiheit in Abrede stellt. Allerdings handelt es sich dabei halt lediglich um normative, institutionelle Tatsachen, die, je nach Standpunkt und Überzeugung, letztlich naturrechtlich oder rechtspositivistisch begründet werden können, derart, dass das Resultat betgreffend die Natur dieser Normen sehr verschieden ausfallen wird.
    Als ich Ihren heutgen Beitrag las, ging mir sofort das bekannte Werk von Alain Finkielkraut durch den Kopf: “Die Niederlage des Denkens”, Rowohlt 1989. Bereits damals vor dreissig Jahren beschäftigte er sich mit diesem heutzutage hochaktuellen Thema und mahnte an, dass der aufklärerische Kulturbegriff, welcher grundsätzlich Kultur als “Freiheit des Denkens und Handelns” festlegt, durch einen romantisierend anmutenden Kulturalismus bedroht sieht, welcher die Menchen auf Kosten ihrer Freiheit auf vorgegebene kulturlelle Werthaltungen und Rollenzuteilugen fixieren wolle. In diesem Zusammenhang erwähnt er auch sehr kritisch den Begriff der “kulturellen Identität”, welcher nicht zuletzt unter der Fahne eines “Multikultrualismus” gepflegt werde. Da Menschenrechte im Geiste der oben erwähnten Erklärung der UNO im Jahre 1948 nicht selten als Befreiung des Individuums “auf Kosten seiner Kultur” gelesen wurde, glaubt Finkielkraut, dass der postmoderne Kulturpluralismus zum Teil in die Richtung ziele, die Mensche wieder in eine vorgefertigte “Livree” zu kleiden und sie dadurch wieder tendenziell zu “verknechten”. Etwas pointiert und überspitzt zieht er das Fazit: “Entweder haben die Menschen Rechte oder sie haben eine Livree.” Gewiss werden nicht alle in diesem Punkt Finkielkraut unwidersprochen folgen wollen. Dennoch ein lesenswerte Buch, denn es zeigt sicher ein Stück weit das Dilemma an, in welchem wir stecken, gerade in einer Zeit, in welcher die Gesellschaften pluralistischer werden in ethnischer wie in konfessioneller Hinsicht, und in einer Epoche, wo es darum geht, in diesem Prozess den Rechtsstaat mit seinenn Grundrechtsgarantien als Fels in der Brandung zu wahren suchen und mit den verschiedenen kulturellen Stömungen und Traditionen zu versöhnen, bzw. ein kompatibles Zusammenexistieren zu ermöglichen. Eigentlich eine unglaubliche Herausforderung für uns alle.
    Ich bin gespannt, von wem dieses Zitat stammt!

  • Sandro Riccardo Giacchino sagt:

    Weiss
    . – X
    Der Literaten Kunst , eben all unser wissen Steht da mit jeder Symbolik.
    Überall ist der ruf nach Liebe da wer denn mit Gefühl hört.
    Der Springende Punkt ist Pünktlich.
    Wisse den deinen Kreiss zu begreifen, kenn also der Hüllen..
    Missverstand zuhauf leider da noch.
    Nun seid Ihr im Stande dies recht zu begreifen oder hast eben missverstand.
    Wisse um des Königseck !
    Steh du um zu lesen und trenne Lehrer und Hörer weiter hin..
    Punkt und Strich =
    A&O
    X

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