«Europas Urkatastrophe und ihre Folgen»
So lautet der Titel eines sehr lesenswerten Buches, in dem der ehemalige Professor für Kirchengeschichte der Theologischen Hochschule Chur, Prof. Dr. Albert Gasser, «Beobachtungen und Betrachtungen zum 20. Jahrhundert» anstellt – mehrheitlich aus Schweizer Optik (das Buch erschien 2014 im Tardis-Verlag in Chur). Das Buch verhilft, nicht in Einzelheiten stehen zu bleiben, sondern die grossen Linien zu sehen.1914 ist für Albert Gasser der Beginn des Dreissigjährigen Krieges des 20. Jahrhunderts, des bisher unheilvollsten Teils der Geschichte des europäischen Kontinentes. Europa habe daraus gelernt. Ob dieser Optimismus nach den Ereignissen in der Ukraine, das zusammen mit wesentlichen Teilen Russlands auch zu Europa gehört, noch angebracht ist, wird die Zukunft zeigen. «Hundert Jahre später dürfen wir feststellen, dass es Europa in seiner ganzen Geschichte aufs Ganze gesehen auch nur annähernd nie so gut ging wie in der Gegenwart.»Mit der Charakterisierung «Urkatastrophe» verdeutlicht Albert Gasser, dass der Erste Weltkrieg aus verhältnismässig geringem Anlass losgetreten wurde, mit massivsten Folgen bis ins Jahr 1989 – und vielleicht noch darüber hinaus!(ufw)
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


