Konzilsblogteam

Das Kapitel über Maria – von Lourdes aus betrachtet

Am Vorabend des Hochfestes der Aufnahme Mariens in den Himmel ist Gérard Philips in Lourdes und begegnet dem dortigen Ortsbischof Pierre-Marie Théas. Ausgerechnet dieser sagt dem belgischen Theologen freiweg, dass die Textvorlage zu De Beata, also das Kapitel über Maria in der Kirchenkonstitution, niemanden zufriedenstelle.
Philips blickt zurück auf die Abstimmung des Textes in der Kommission: er sei geradezu einmütig angenommen worden, was so gar nicht erwartbar war. Doch erfolgte die Zustimmung ohne Begeisterung. Es sei verständlich, dass der Text weder der einen noch der anderen Seite wirklich zugesagt habe.
Für den weiteren Verlauf wagt Philips keine Prognose. Gewiss sei die Vorstellung, vor den protestantischen Konzilsbeobachtern eine Debatte über Maria auszutragen, eher unangenehm.
«Wie dem auch sei, ich habe ehrlich versucht, eine wahre Mariologie zu schreiben. Die ganze Sache ist nun in den Händen Gottes. Wenn das Schema zurückgewiesen wird oder wenn es tiefgreifend verändert werden muss (durch mich oder durch andere), ist es auch gut» (Phi 128).
(emf)

15. August 2014 | 00:02
von Konzilsblogteam
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