Konzilsblogteam

Das Konzil zum Thema Krieg

1964 liegt der Beginn des 1. Weltkriegs ein halbes Jahrhundert zurück, der 2. Weltkrieg knapp 20 Jahre. Im Herbst 1964 werden die Themen Frieden und Krieg, wie sie später in GS 77-90 behandelt werden, in der Konzilsaula debattiert. Wir werden darauf im November 2014 zurück kommen. Die Situation ist insbesondere von der neuen Ära der Kriegsführung im Zeichen von Atomwaffen geprägt. Vor diesem Hintergrund wird von den meisten Konzilsvätern eine scharfe Verurteilung des Krieges angestrebt.
Yves Congar macht sich bereits in der Vorbereitungszeit für ein entsprechendes Votum des Konzils stark. In seinem Tagebuch notiert er jeweils, er habe wieder einmal seine «Antiphon gegen den Krieg und die Bombe» (vgl. z.B. Co 1,40) gesungen. Bereits lange vor dem Konzil hatte sich auch Kardinal Alfredo Ottaviani als strikter Kriegsgegner positioniert.
Auf dem Konzil sind es wenige Bischöfe aus Ländern, welche Atomwaffen besassen (Weihbischof Hannan von Washington, Erzbischof Beck von Liverpool), die für die Legitimität von Atomwaffen eintreten.
(emf; vgl. A 4,374-376)

9. August 2014 | 00:01
von Konzilsblogteam
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