Menschliche Schwächen
Immer kommen dieselben zu spät … im Fall der Theologischen Kommission ist es P. Fernandez (vgl. Co 2,90). Nur als die Sitzung einmal 10 Minuten verspätet beginnt, ist er für einmal pünktlich (vgl. Co 2,100).
Auch solche menschlichen Schwächen lernen die Mitglieder der Theologischen Kommission während der tage- und wochenlangen Zusammenarbeit kennen.
Bei anderen ist die Art aufzutreten, die Wiedererkennungseffekt hat. P. Bernhard Häring präsentiert Anfang Juni seinen Text, den er für die spätere Konstitution Gaudium et spes verfasst hat. Henri de Lubac kommentiert das in seinem Tagebuch: «Häring verteidigt seinen Text mit einer gewissen Starrköpfigkeit, wie es seine Gewohnheit ist (sein Kopf hat nicht die Grösse seines Herzens)» (Lu 2,78).
Weil man sich so gut kennt, weiss man, wer mit wem meist übereinstimmt und wer nicht. Als einmal Karl Rahner und Franic überraschenderweise derselben Meinung sind, notiert Lubac, er werde Franic damit aufziehen (Lu 2,80).
Auch die kleinen Eitelkeiten werden durchschaut. Als Sebastian Tromp darauf drängt, die Enzyklika Mystici Corporis zu zitieren, flüstert jemand: «Immer seine Enzyklika! Er sollte ein bisschen bescheidener sein» (Lu 2,66). Es ist bekannt, dass diese Enzyklika von P. Tromp geschrieben worden war. Dieser soll sogar einmal gesagt haben: «Wie ich in meiner Enzyklika geschrieben habe …».
(emf)
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