Keine Minderjährigen
Als Yves Congar im April 1964 wiederum in Rom ist, wird er über einige Entwicklungen der vergangenen Wochen informiert. In der Kommission, die ein Dokument über die orientalischen Kirchen vorbereiten soll, gerät der Veranwortliche Kardinal Cicognani durcheinander und kommt ins Schleudern. Durch eine Intervention – Congar weiss nicht, ob es Kardinal Liénart oder Confalonieri war – wird zugestanden, «dass man den Text einer besonderen Kommission von ORIENTALISCHEN Bischöfen übergibt, indem man es ihnen überlässt zu entscheiden und indem man ihnen sagt, dass man ihrer Entscheidung von vornherein zustimmt».
In Klammern fügt Congar an: «Das ist endlich das erste Mal, dass man die Orientalen als Christen vollen Rechtes behandelt und nicht als Minderjährige, für die andere entscheiden» (Co 2,61).
(emf)
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