Aussenfassade der Kirche San Nicolao in Lugano Besso mit dem Mosaik des Waadtländer Malers François Ribas (1903–1979). (© Pfarrei Lugano-Besso)
Bruder Klaus und Gefährten

Bruder Klaus ist auch ein Tessiner

Die Verehrung von «Nicolao de la Flue» ist im Tessin lebendig und vielfältig. An Pfingstmontag 2014 nahmen 700 Personen an der Tessiner Wallfahrt zu Niklaus von Flüe in Begleitung von Bischof Valerio Lazzeri teil, und in diesem Gedenkjahr haben die Organisatoren sogar 1000 Personen angemeldet.

Bereits 1895 (!) wurde in der Kapelle Santi Rocco e Sebastiano in Sorencino, einem Gemeindeteil von Rivera, ein Altar zu Ehren von Niklaus von Flüe geweiht. Und 1940 versprach der damalige Bischof Angelo Jelmini eine Kirche zu Ehren von Niklaus von Flüe, sofern die Schweiz vom Krieg verschont bleibe. Bereits im April 1948, also weniger als ein Jahr nach der Heiligsprechung, wurde mit dem Bau der Pfarrkirche begonnen, 1950 wurde sie eingeweiht.

Gedenkbuch auf Italienisch

Gerade rechtzeitig vor dem nationalen Gedenktag vom 30. April in Sarnen liegt in einem gehaltvollen Bändchen eine italienisch-sprachige Ausgabe dieses Gedenkbuches vor. Auf Italienisch werden die Beiträge publiziert, welche für die deutsche Version des Gedenkbuches übersetzt worden waren. Umgekehrt wurden zentrale Texte der deutschen Ausgabe ins Italienische übersetzt.

Diese Ausgabe wird von Edizione Ritter unter der Leitung des unermüdlichen Aristide Cavaliere, langjähriger Chefredaktor des Giornale del Popolo, publiziert. In einem der acht Beiträge dieses Buches wird erstmals in dieser Ausführlichkeit die Geschichte der Bruder-Klaus-Verehrung im Tessin vom Journalisten und langjährigen Präsidenten der Azione Cattolica Ticinese, Luigi Maffezzoli, festgehalten.

Das Vorwort für diese Ausgabe schrieb Don Marco Dania, Pfarrer ebendieser Bruderklausen-Pfarrei in Lugano-Besso. Darin erinnert er nicht nur an die Entstehung der Pfarrkirche, sondern vor allem an die universelle Bedeutung von Niklaus von Flüe als Friedensheiliger, des inneren wie des äusseren Friedens. Als Herausgeber für dieses Buch verantwortlich zeichnen der Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe» und das «comitato ticinese», das von Luigi Maffezzoli und Yor Milano koordiniert wird.

Roland Gröbli

Literatur

Maffezzoli Luigi: Die Verehrung von Niklaus von Flüe im Tessin; in: Gröbli (2016), S. 121–127; Mistico – Mediatore – Uomo. I 600 anni di Nicolao della Flüe. Roland Gröbli (coordinamento generale), Fabio Bossi (assistenza redazionale), 96 Seiten. (Ritter Edizioni) Lugano, CHF 18.00.

Veranstaltungshinweis: Offizieller Staatsakt vom 30. April in Sarnen. Siehe www.mehr-ranft.ch

Aussenfassade der Kirche San Nicolao in Lugano Besso mit dem Mosaik des Waadtländer Malers François Ribas (1903–1979). (© Pfarrei Lugano-Besso)
24. April 2017 | 00:03
von Bruder Klaus und Gefährten
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