Ökumene im Haus des göttlichen Meisters
Am 24. Februar 1964 begann in der Casa Gesù Divin Maestro in Ariccia in den Albaner Bergen bei Rom eine mehrtätige Vollversammlung des Sekretariats zur Förderung der Einheit der Christen unter der Leitung von Kardinal Bea und Johannes Willebrands. Auf dem Programm standen dem Protokoll zufolge (AS 2/5,166-169) so wichtige Fragen wie die nach dem Titel des Schemas (dazu morgen mehr), nach dem Umgang mit dem dem Judentum gewidmeten Abschnitt sowie nach dem Thema Religionsfreiheit. Die beiden letztgenannten Themen wurden im weiteren Verlauf der Arbeiten aus dem Ökumenismusdekret ausgegliedert, damit in den jeweiligen Dokumenten möglichst grundsätzlich die jeweiligen weitreichenden Fragen behandelt werden konnten.
Während der Bischof von Lausanne-Genf-Freiburg, François Charrière, der Mitglied des Sekretariats war, krankheitsbedingt an dem Arbeitstreffen in Ariccia nicht teilnehmen konnte, war der Dogmatiker aus Chur, Johannes Feiner, wesentlich an dessen Erfolg beteiligt. Ihm kam ein bedeutender Anteil daran zu, dass am 6. März «unanimiter» ein grundsätzlich überarbeiteter Text verabschiedet werden konnte.
(mq)
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