Ökumenische Gespräche über die Laien
Zwischenkonfessionelle Kontakte finden zur Zeit des Konzils nicht nur mit explizit ökumenischen Fragestellungen statt. Vielmehr sind alle Seiten bestrebt, möglichst viele Thematiken in ökumenische Konstellationen hineinzustellen. Unter diesem Vorzeichen findet vom 27.-30. Januar 1964 ein Treffen von Repräsentanten des ÖRK mit katholischen Konzilstheologen in Glion statt, das sich mit der Stellung der Laien in der Kirche befasst. Der ÖRK ist u.a. durch P. Verghlese und Lukas Vischer vertreten; katholischerseits nehmen J. Hamer OP und Ch. Moeller teil.
Bei den Gesprächen geht es um das Verhältnis von «Laien» und «Hierarchie», wobei schon die Begriffe jeweils – im übrigen nicht zuletzt aus orthodoxer Perspektive – problematisiert werden. Von der Reihenfolge her müsse zuerst über die Laien und dann über die Hierarchie gesprochen werden. «Im Kirchenschema des Konzils gehöre das Kapitel über die Laien vor das Kapitel über die Hierarchie, denn niemand werde als Kleriker getauft; wie sich das Bischofsamt nicht vom Amt des Papstes ableiten lasse (sondern umgekehrt), so lasse sich auch ‹das königliche Priestertum› des gesamten Gottesvolkes nicht von der Hierarchie ableiten» (A 4,300 Anm. 91).
(emf)
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