«Botschaft Papst Pauls VI. aus Bethlehem»
Die Reise ins Heilige Land war auch ein grosses Thema in der «Schweizerischen Kirchenzeitung» (SKZ). Der damalige Redaktor Johann Baptist Villiger fasste die Bedeutung des Papstbesuchs in einem Satz zusammen: «Das Ereignis der letzten Tage, das alle andern in den Hintergrund drängt, ist der Pilgerflug Papst Pauls VI. in das Heilige Land. Sozusagen die ganze Welt verfolgte am Bildschirm und am Radio die dreitägige Pilgerfahrt, die vom 4. bis 6. Januar dauerte.» Auf der Frontseite der SKZ-Ausgabe vom 9. Januar 1964 druckte der Redaktor auch die Botschaft Pauls VI. aus Bethlehem ab, worin Paul VI. auf die Offenbarung Gottes und auf die Berufung der Völker zum Glauben, auf die Wichtigkeit des Konzils und die Notwendigkeit der Ökumene einging, aber auch einen besonderen Gruss an die Welt richtete, an diejenigen, «die von draussen auf das Christentum blicken, fast als ob sie ihm gegenüber Fremde seien oder sich als Aussenstehende betrachten». Paul VI. betonte gegenüber dieser Welt den Wunsch nach Freiheit, die Religion zu bekennen und denjenigen anzubieten, die sie freiwillig annehmen. Er drückte deutlich aus, dass die Christen zum Wohle der Welt arbeiten wollen, und: «Wir schauen auf die Welt mit sehr grosser Sympathie.» Weil dies Paul VI. tat, konnte die Welt auch mit Sympathie auf Paul VI. blicken.
(ufw)
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