Vorbereitungen der Pilgerreise Pauls VI.
Eines der am besten gehüteten Geheimnisse der vergangenen Jahre, und das in einer Institution, die für ihre Indiskretionen bekannt ist, so nennt Xavier Rynne den Plan der Reise von Papst Paul VI. ins Heilige Land (Ry 266). Der Plan wurde bereits in einem Gespräch mit Kardinal Augustin Bea im September 1963 thematisiert (Schm 551) und wuchs im Laufe des Herbstes weiter heran. Die endgültige Entscheidung könnte durch einen Brief von Patriarch Athenagoras in der letzten Novemberwoche ausgelöst worden sein.
Zwei Tage nach der Ankündigung der Pilgerreise in der Rede Pauls VI. zum Abschluss der zweiten Konzilssession lud Patriarch Athenagoras Paul VI. zu einer Begegnung nach Jerusalem ein. Am Heiligabend 1963 traf ein Telegramm aus Konstantinopel ein, das die Entsendung einer Delegation des Patriarchates nach Rom ankündigte. Am 27. Dezember traf Metropolit Athenagoras von Thyateira in Rom ein (vgl. Schm 596). Am 30. Dezember wird das Protokoll für den Besuch durch Unterschriften besiegelt (vgl. Wi 87).
Den Sylvestertag verbringt der Sekretär des Einheitssekretariates mit dem Metropoliten in Subiaco. Am Neujahrstag besuchen beide noch die Ausgrabungen von St. Peter, bevor Willebrands den Metropoliten zum Flughafen begleitet (vgl. Wi 87f). Nur zwei Tage später wird Willebrands seinen eigenen Koffer packen können.
(emf)
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